600. Teilnehmer bei TITAL-Feingusstagen
Die TITAL GmbH, Feinguss-Spezialist für Aluminium und Titan, hat auf ihren Feingusstagen in Bestwig im vergangenen Monat den 600. Teilnehmer begrüßt. Wolfgang Kummle, Senior Engineer Mechanical Design bei der Diehl Aerospace GmbH, erhielt für seine Teilnahme am Workshop ein Gussteil mit Gravur. Die Diehl Aerospace GmbH ist auf dem Gebiet der Luftfahrtausrüstung tätig. Die Feingusstage werden von TITAL kostenlos sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene als Workshops für Ingenieure und Entwickler durchgeführt. Die deutschsprachigen Workshops finden in der Regel am Stammsitz in Bestwig statt, die international ausgerichteten Feingusstage finden unter anderem auch bei den Kunden im Ausland statt. So war TITAL bereits zu Gast bei Embraer in Brasilien, dem drittgrößten Flugzeughersteller der Welt, sowie bei Kongsberg in Norwegen, TAI in der Türkei und XAC in China.
Mit den regelmäßig stattfindenden Workshops spricht die TITAL speziell Entwicklungsingenieure und Konstrukteure aus der Luftfahrtindustrie an. Design-to-Cost ist stets das beherrschende Motto der Feingusstage. Während der mehrtägigen Veranstaltung zeigt die TITAL Möglichkeiten auf, wie durch den Einsatz von Feingussteilen erhebliche Kosten eingespart werden können. Besonders vertieft wird immer wieder das Spannungsfeld „Feinguss versus Frästeil". Bei Bauteilen mit hohen Materialkosten kann durch die Umstellung eines Frästeils auf ein Gussteil mit nur geringen konstruktiven Zeichnungsanpassungen der Teilepreis erheblich gesenkt werden. Dies ist insbesondere bei Titanbauteilen der Fall. Philipp Jerusalem, Leiter Vertrieb und Marketing bei TITAL: „Erfahrungsgemäß wählen die Entwickler den Einstieg in das Produktdesign über die Frästechnologie und erkennen das Kostenpotenzial von Gussteilen nicht. Dies liegt offensichtlich daran, dass in der Ingenieursausbildung der Schwerpunkt auf die Frästechnologie gelegt wird. Die Vermittlung der Prinzipien für die gussgerechte Konstruktion wird deutlich vernachlässigt." Diesem Manko will die TITAL GmbH mit den Feingusstagen entgegenwirken und den Teilnehmern Tipps zur gussgerechten Konstruktion vermitteln. Philipp Jerusalem: „Sehr oft schon konnten wir zeigen, dass das gleiche Werkstück unterm Strich günstiger ist, wenn man es im Feingussprozess herstellt."
Zudem wird ein weiterer Ansatz zu Kosteneinsparungen vermittelt: die Entwicklung integraler Bauteile. Durch die Integration mehrerer Funktionen einer Baugruppe in ein einziges Gussteil können erhebliche Montagekosten eingespart werden. Philipp Jerusalem: „Unsere Kunden profitieren immer wieder davon. Durch die Umstellung von Blechbaugruppen auf Feingussteile werden regelmäßig bis zu 10 % Gewicht und 50 % der gesamten Produktkosten eingespart." Darüber hinaus lassen sich weitere Einsparungen erzielen, wenn die Gussteile einbaufertig an den Kunden geliefert werden. Das heißt, inklusive mechanischer Bearbeitung, Oberflächenschutz und Montage von Kleinteilen wie Annietmuttern oder Buchsen. TITAL verkauft schon heute mehr als die Hälfte aller neuen Gussteile einbaufertig an ihre Kunden.
Insgesamt sind in 2009 acht internationale und fünf nationale Feingusstage durchgeführt worden. Geleitet werden sie von Fachleuten aus dem TITAL-Engineering, hinzu kommen Fachvorträge von der Produktionsleitung und dem Qualitätsmanagement. Hierin werden unter anderem die Besonderheiten und das Leistungspotenzial des HERO-Premium-Casting®-Gießverfahrens vorgestellt, ein für TITAL patentierter Aluminium-Gießprozess, mit dem sich hochfeste Aluminiumfeingussteile herstellen lassen. Ferner wird im Rahmen der Workshops das Thema „Prototypenentwicklung im Feinguss" nach dem so genannten Rapid-Prototyping-Verfahren vorgestellt.
Die nächsten Termine für die Feingusstage stehen bereits fest
Deutsche Feingusstage:
16.-17. Februar 2010
13.-14. Juli 2010
26.-27. Oktober 2010
Englische Feingusstage:
20. - 21. April 2010
07. - 08. September 2010
Auf Anfrage werden die Feingusstage nach Absprache auch exklusiv bei TITAL oder bei den Kunden durchgeführt.
